Aktuell

>> Aktuelle Veröffentlichung (Juli 2017): "Wiedervernässung von Gebirgsmooren am Beispiel des Hirschbädermoores im Südschwarzwald", Beiträge der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Band 54: "Menschen im Einsatz für den Klimaschutz - Erneuerbare Energien in Kommune und Region", Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

> Pilot-Pflegemaßnahme mit dem Eisernen Pferd im Ebbegebirge/Sauerland, Nov. 2016: Artikel Grüne Gegend, Beitrag Radio MK, Fernsehbeitrag WDR, Textbeitrag WDR.

 

>> bei der Weihnachtspressefahrt des Forstpräsidenten im Dezember 2015 wurde auch das Hinterzartener Moor vorgestellt. >Artikel Badische Bauernzeitung<

 

>> am 22.09.15 / 18.15 Uhr sendet das SWR einen Beitrag über das Moorschutzprojekt Hinterzarten in der Sendung SWR-Natürlich.

(Photo: Hannes Huber)

>> neu: Fachbeitrag "Probleme bei der Ansprache und Bewertung von Moorwald-Lebensraumtypen im Schwarzwald", in: NaBiV 140 (Naturschutz und Biologische Vielfalt, BfN)

>> seit 02-01-2015 online: Publikation aktueller Forschungsergebnisse zu den schleichenden Veränderungen im Ennersbacher Moor in "Mires and Peat" Vol.15-6.

http://mires-and-peat.net/pages/volumes/map15/map1506.php

 

>> Am 28.08.14 wird im SWR um 22.00 Uhr ein kurzer Beitrag von Pascal von Sengbusch zur Moorrenaturierung im Harzmoos / St. Peter in der Sendung "Odysso: Wie naturverträglich sind Windenergieanlagen?" ausgestrahlt.

 

> am 05. Juni besuchte Minister Alexander Bonde das Hinterzartener Moor. Dort wurden dem Minster Ergebnisse eines Workshops mit Auszubildenden der Daimler AG vorgestellt. Diese hatten drei Tage lang unter Anleitung des Büro für ökologische Gutachten Staudämme in Entwässerungsgräben eingebracht.

Artikel > Badische Zeitung<

Video >TV-Suedbaden<

NABU Facebook

 

> am 22./23.Mai 2014 findet am Feldberg/Naturschutzzentrum eine Tagung der Akademie für Natur- und Umweltschutz statt: "Wiedervernässung von Mooren - Chancen für den Klimaschutz". Anmeldung: www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

 

Die Schwarzwald-Moorbroschüre ist da!! Herausgegeben vom Naturpark Südschwarzwald,

fachliche Konzeption P. v. Sengbusch.

 

>> Artikel BZ Vorstellung der Moorbroschüre in Hinterzarten,    Artikel über die Moorbroschüre in  "Regiotrends"

Pressemitteilung Landkreis Lörrach zur Moorbroschüre

 

 

 

 

 

 

 

 

>> Im Hinterzartener Moor wurde im September im Rahmen des Projektes "Moore mit Stern" (NABU/Daimler AG) mit dem Bau von Staudämmen in alten Entwässerungsgräben begonnen. Aktueller, informativer Artikel der BZ!

 

>> Artikel BZ über subfossile Tannenwurzel aus dem Mutterslehener Moor.

 

>> Artikel Badische Zeitung zur Moorenaturierung im Harzmoos / St. Peter

 

>> Im Harzmoos bei St.  Peter wird aktuell ein umfangreiches Renaturierungsprojekt durchgeführt.

 

>> am 03.05.2012 Vortrag "Renaturierung von Gebirgsmooren bei der Tagung "Moorschutz mal praktisch" in Bad Wurzach / Naturschutzzentrum Rosengarten 1.

 

Nationalpark Nordschwarzwald >> In den Mooren auf dem Kaltenbronn (Wildseemoor, Breitlohmisse, Hohlohsee) läuft seit April 2012 ein zweijähriges Forschungsprojekt (Gutachten i. Auftrag Stiftung Naturschutzfonds). In dem Projekt wird der aktuelle Zustand der Moore untersucht (Ökosystemfunktionen wie Stoffsenkenfunktion, Wasserspeicher, Habitatfunktion, Wirkung von Entwässerungsgräben)

Die Moore des Kaltenbronn bilden mit 9 mio Kubikmeter Torf das größte Torflager des Schwarzwaldes und liegen mitten in der Gebietskulisse des geplanten Nationalparkes im Nordschwarzwald. In ihrer Funktion als Stoffsenke sowie auch angesichts der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung ("Renaturierung geschädigter Moore bis 2020") haben die Moore des Kaltenbronn aktuell eine große Bedeutung.

Die Moore auf dem Kaltenbronn wurden mit mehr als 350 Entwässerungsgräben intensiv entwässert, so dass sich die früher weitgehend baumfreien Moore größtenteils bewaldet haben. Etwa ein Viertel bis Drittel der Niederschläge bleibt nun im Kronendach.

Große Teile der Moore wachsen nicht mehr, sondern stagnieren als Moorwälder oder Heidemoore. Nur kleine Moorflächen sind offen geblieben. Der Wasserstand der ursprünglichen Kolkseen Wildsee und Hohloh blieb nach Nutzungsaufgabe stark abgesenkt. Durch Wegebau und Grabenaushub wurden ganze Moorteile von der Wasserversorgung abgeschnitten.

In den am stärksten entwässerten Randbereichen der Moore sacken und schrumpfen die Moore infolge nachhaltiger Mineralisierung des Torfes.

Gemäß der Ergebnisse internationaler moorkundlicher Forschung werden heute weltweit entwässerte Moore renaturiert, um ihre Stoffsenkenfunktion wieder herzustellen und um Habitate bedrohter Arten zu erhalten. Nur wenn die Selbststeuerungskräfte der Moore intakt sind, können sie wachsen und einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Vorentwässerte Moore sind betont klimasensitiv und werden von der prognostizierten Klimaerwärmung und den bereits gehäuft auftretenden Trockenperioden stärker betroffen als natürliche Moore.

Auf dem Kaltenbronn könnten mehrere Kilometer Entwässerungsgräben verschlossen werden, um den ungebremsten Abbau der Torfsubstanz aufzuhalten. Dies wäre Naturschutz-Arbeit für 20 bis 30 Jahre und sollte bei Einrichtung eine Nationalparkes berücksichtigt werden. Manche Schäden sind allerdings irreversibel.

(siehe Mitteilungen der nationalen und internationalen Moorschutzverbände: www.dgmtev.de, www.imcg.net, www.peatsociety.org)

 

Tiefer Entwässerungsgraben in der Breitlohmisse/Kaltenbronn

Die entwässerten Randbereiche der Moore werden von monotonen Moorwäldern bestockt (Hohloh west)

Tiefer Entwässerungsgraben Hohloh Westseite/Kaltenbronn.

Offene Moorbereiche kommen nur noch inselartig vor, ebenso die Habitate für Moorspeziailsten /Wildseemoor.

Die Blasenbinse und die Wenigblütige Segge haben nur noch drei Wuchsorte im Wildseemoor, in den anderen Mooren kommen sie nicht mehr vor (Wildseemoor ost).

Tiefer Entwässerungsgraben mit hohem Abfluss in der Öllache/Kaltenbronn.

 

>> Im Hirschbädermoor, mit 1285 m NN das höchstgelegene Hochmoor Baden-Württembergs, wurde 2011/2012 vom BföG eine Wiedervernässungsmaßnahme angeleitet und in Zusammenarbeit mit Waldarbeitern des Forstreviers durchgeführt. Das Hirschbädermoor beherbergt zahlreiche bedrohte Pflanzenarten wie  Sphagnum riparium, Scheuchzeria palustris, Sphagnum majus, Odontoschisma sphagni, Kurzia pauciflora. Obwohl sich durch die drastischen Entwässerungsgräben und Torfstiche Veränderungen im Relief ergeben haben, ist der Hochmoortorf noch überraschend gut erhalten und der Bau von Sperrwerken ohne größere Schwierigkeiten möglich.

 

hirschbaedermoor

 

>> Der Bericht zum Projekt "Zukunft der Grinden: Erfassung und Bewertung des Wachstumspotenzials von Moorflächen auf den Grinden" ist elektronisch im Dokumentenserver der Univeristät Freiburg veröffentlicht.

 

>> Der Vortrag auf der Tagung "Moore und Wasser" der DGMT in Plön ist online